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Fachpraxis für Kieferorthopädie Andrea Meiers

Winter 2018/19 – Effektive Zahn­korrektur fast ohne Mitarbeit

Bei einigen Zahn- oder Kieferfehlstellungen reicht eine feste Zahnspange alleine nicht aus, um sie hinreichend zu korrigieren. In diesen Fällen können wir zusätzlich ein Non-Compliance-Gerät einsetzen. Ihre Vorteile: Das Gerät erfordert kaum Mithilfe des Patienten (= non compliance) und ist sehr effektiv, da es fest im Mund verankert ist und somit rund um die Uhr auf Zähne und Kiefer einwirkt.

Zudem ist ein Non-Compliance-Gerät unter Umständen eine Alternative zu auffälligeren Verfahren wie z. B. der Außenzahnspange (Headgear), die erfahrungsgemäß eher ungern und unregelmäßig getragen werden.

Wie bei allen festsitzenden Zahnspangen ist auch bei einem Non-Compliance-Gerät eine gründliche Mundhygiene unerlässlich.

Non-Compliance-Geräte im Überblick:

Quadhelix und Gaumennahterweiterungsapparatur
Diese Geräte kommen bei einem zu schmalen Oberkiefer zum Einsatz. Sie werden an den Backenzähnen befestigt und verbreitern durch kontinuierlichen Druck auf die Gaumennaht den Oberkiefer. So schaffen die Apparaturen mehr Platz für die Zähne.

Herbstscharnier, Jasper Jumper und Forsus-Apparatur
Bei diesen Geräten handelt es sich um Metallstege bzw. Druckfedern, die den Unter- und Oberkiefer auf beiden Seiten verbinden. Sie werden in der Regel an den unteren Eckzähnen sowie an den oberen ersten großen Backenzähnen befestigt. Wir setzen Geräte dieser Art vor allem bei einem Überbiss (Rücklage des Unterkiefers) ein – sie bewirken in Kombination mit dem natürlichen Kieferwachstum eine kontinuierliche Verbesserung der Zahn- und Kieferstellung.

Pendulum
Das Pendulum dient dazu, die oberen großen Backenzähne nach hinten zu verschieben. Durch seinen Einsatz können wir bei einem Platzmangel im Oberkiefer oftmals die Extraktion von gesunden Zähnen vermeiden.

Lingualbogen, Palatinalbogen, Nance-Apparatur
Lingual-, Palatinalbogen und Nance-Apparatur werden jeweils an den ersten großen Backenzähnen befestigt. Sie fixieren diese, z. B. wenn Milchzähne zu früh fehlen, damit sie nicht nach vorne „wandern“. Die Backenzähne können mit diesen Geräten auch bewegt werden.

Miniimplantate
Miniimplantate sind winzige Stifte („Pins“) aus Titan, die in den Kieferknochen eingesetzt werden. An ihnen kann z. B. eine Zahnspange verankert werden, wenn einzelne Zähne unabhängig von den anderen bewegt werden müssen. Nach der Behandlung entfernen wir die Stifte wieder. Das kleine „Loch“ im Kieferknochen schließt sich durch körpereigene Heilungsprozesse von selbst.

Sie haben Fragen zur Behandlung mit Non-Compliance-Geräten? Wir sind gern für Sie da.

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